Für Haushalte mit geringem Einkommen: 150. Stromspar-Check in Wolfsburg

Die Stromsparhelfer des Stromspar-Checks Wolfsburg haben in dieser Woche die 150. Beratung durchgeführt.Das Projekt läuft in Wolfsburg seit April 2016 und wird bis 2019 fortgesetzt. Mit dieser Energiesparberatung in den eigenen vier Wänden schützen die Haushalte nicht nur ihr geringes Budget, sondern auch das Klima. Jeder Haushalt senkt dabei seine jährlichen Energiekosten und spart Geld, das an anderen Stellen dringend benötigt wird. Zurzeit sind 2 Teams mit jeweils 2 Stromsparhelfern im Einsatz. Die Kosten für Strom, Wasser und Heizung machen in Haushalten mit geringem Einkommen einen erheblichen Teil der finanziellen Belastung aus. Wie sich diese Kosten senken lassen, erklären die geschulten Berater des Stromspar-Checks Wolfsburg: „Bei einem ersten Hausbesuch werden die Verbräuche aufgenommen und analysiert. Während eines zweiten Hausbesuchs werden notwendige Soforthilfen im Wert von bis zu 70 Euro eingebaut sowie praktische Tipps zur Einsparung durch die Änderung des Nutzerverhaltens gegeben“, erläutert Stromsparhelfer Matthias Nagel. Die  Wolfsburger EnergieAgentur und die Wolfsburger Interessen-gruppe Sozialhilfe (WIS) sind die Projektpartner vor Ort. Großes Lob erhalten die Stromsparhelfer von den verantwortlichen Projektmitarbeiterinnen: „Unsere Stromsparhelfer führen die Beratungen mit viel Einfühlungsvermögen durch und nutzen ihren Erfahrungsschatz, um Einsparpotenziale aufzudecken. Die Resonanz auf den Stromspar-Check ist durchweg positiv.“, so Susanne Marx von der Wolfsburger EnergieAgentur. Weitere Unterstützung kommt von der Stadt Wolfsburg, dem Jobcenter, dem IG Metall Arbeitskreis „Arbeitslos – nicht wehrlos!“ und der Wolfsburger Tafel.

Mittlerweile gibt es den kostenlosen Stromspar-Check in rund 150 Städten und Kreisen. Bundesweit haben mehr als 130.000 Haushalte von diesem Angebot profitiert.Jeder Haushalt reduziert mit seinen neuen LED Leuchtmittel, schaltbaren Steckerleisten oder Zeitschaltuhren die Stromkosten um durchschnittlich 238 Euro pro Jahr. Steigende Strompreise können so zumindest teilweise aufgefangen werden.

Das Besondere an der Aktion des Deutschen Caritasverbandes und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD): Hier werden arbeitsmarktpolitische, sozialpolitische und umweltpolitische Ziele miteinander verbunden. Gefördert wird der „Stromspar-Check“ vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit im Rahmen der Klimaschutzinitiative.

Teilnehmen können Haushalte, die nachweislich Wohngeld, Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, eine geringe Rente, den Kinderzuschlag oder ein Einkommen unterhalb dem Pfändungsfreibetrag erhalten.